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Soundfonts

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Soundfonts sind Dateien, um MIDI-Musik am Computer in einer besseren Qualität abspielen zu können. Dies können entweder MIDI-Dateien auf der Festplatte sein (z.B. Dateien mit der Endung .MID) oder die MIDI-Musik in einem Computerspiel wie Descent und Monkey Island. Üblicherweise sind Soundfonts an der Endung .SF2 zu erkennen. Um sie nutzen zu können, ist entweder eine kompatible Soundkarte (z.B. die Creative Audigy oder X-Fi) nötig oder eine geeignete Software (z.B. XMPlay mit MIDI-Plugin oder SynthFont). Die Qualität von Software-Synthesizern erreicht jedoch häufig nicht die Klangqualität der Creative Soundkarten.

Soundfonts stellen eine Art Bindeglied zwischen aufgenommener und synthetisch erzeugter Musik dar. Sie enthalten Wave-Samples und sonstige Einstellungen (z. B. relative Lautstärke, Dynamik, Filter-Einstellungen), um den MIDI-Synthesizer einer Soundkarte zu steuern. Je höher die Qualität der verwendeten Samples ist und je präziser die Einstellungen des Soundfonts sind, desto besser ist auch seine Qualität. Soundfonts nutzen nicht nur den häufig eng begrenzten RAM der Soundkarte, sondern auch den normalen Arbeitsspeicher des Rechners. Aus diesem Grund können in ihnen Wave-Samples in einer Größe und Güte gespeichert werden, wie dies bei Soundkarten nur schwer möglich wäre.

Durch Soundfonts kann man die MIDI-Abspielqualität seiner Creative-Soundkarte beträchtlich steigern. Dazu müssen sie jedoch erst geladen werden. Bei der Creative Audigy 2 und 4 sowie der X-Fi ist hierfür der “SoundFont-Bank-Manager” zuständig. Dieser befindet sich üblicherweise im Creative-Ordner. Wenn Sie ihn nicht installiert haben, finden Sie ihn auf der Installations- und Anwendungs-CD von Creative (im Ordner Audio\SFBMgr). Links neben dem Soundfont (z.B. 4MB GMGSMT) befindet sich das Wort “Bank”. Klickt man darauf, öffnet sich ein neues Fenster, in dem man einen Soundfont laden oder entfernen kann.

Wichtiger Hinweis: Bei älteren Sound Blaster Karten (PCI512, SBLive!, Audigy) lädt man Soundfonts mit der AudioHQ Software.

Da ich mit der MIDI-Soundwiedergabe meiner Audigy 2 nicht zufrieden war, habe ich einen eigenen Soundfont entwickelt:

Den 8MBGM ENHANCED v1.8

Eine genauere Beschreibung findet man hier. Mein Ziel war es, einen MIDI-Sound zu erzielen, der sich mit dem meiner alten Terratec Maestro 32/96 ISA-Soundkarte mit DREAM SAM 9233 Chipsatz messen kann. Auf dem nur 4 MB großen ROM dieser Karte sind 393 Instrumente gespeichert. Mein Soundfont eignet sich nicht nur für Descent 1 und Descent 2, sondern auch für Monkey Island 1 und 2 (für die beiden letzteren sollten Sie das ScummVM Programm verwenden). Zudem klingen mit ihm sämtliche andere Spiele besser, die den General MIDI Standard unterstützen. Dies sind insbesondere viele alte DOS-Spiele.

Tipps:

  1. Wenn Sie den realistischsten und natürlichsten Soundeindruck erhalten wollen, sollten Sie unbedingt "CMSS 3D" in Ihrer Creative Software (z.B. im Surround Mixer) deaktivieren!
  2. Den besten Klang erzielen Sie, wenn Sie im Soundfont Bank Manager "Statischer Cache-Speicher" aktivieren (auf "MIDI-Geräte" klicken)!
  3. Sollte der Soundfont nicht geladen werden können, überprüfen Sie, ob der Soundfont Cache-Speicher nicht vielleicht zu klein eingestellt ist (insbesondere bei SB Live! Karten)!

Die Soundfont-Technologie wurde Anfang der 1990er Jahre von der Firma E-MU/ENSONIQ für die Wavetable-Synthese von Creative Labs-Soundkarten entwickelt. Die erste Soundkarte, welche mit Soundfonts umgehen konnte, war die 1994 erschienene Sound Blaster AWE 32 mit E-MU8000 Chip. 1996 wurde das Soundfont-Format 2.0 eingeführt, das zahlreiche Neuerungen bot. Seitdem fördert Creative Labs Soundfonts als offenen Standard. Dies bedeutet, dass jeder Lösungen entwickeln kann, die das Format unterstützen. 1998 wurde das Soundfont-Format auf die Version 2.1 aufgebohrt. Sie hatte jedoch erst mit der 2002 erschienenen Audigy-Serie ihren Durchbruch beim Endanwender. 2005 wurde mit der Sound Blaster X-Fi Serie das Format 2.4 eingeführt, welches die Möglichkeit bietet, SoundFonts mit 24-Bit Samples zu erstellen.

Folgende Soundkarten sind kompatibel zu Soundfonts:

  • Sound Blaster AWE 32/64
  • Sound Blaster PCI512
  • Sound Blaster Live! Serie
  • Sound Blaster Audigy Serie
  • Sound Blaster Extigy und Audigy 2 NX
  • Sound Blaster Audigy 2 ZS Notebook
  • Sound Blaster X-Fi Serie

Um Soundfonts die größer als 100 MB sind in Windows verwenden zu können, sollte man folgenden Eintrag in der Registry vornehmen:

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management]
"PagedPoolSize"=dword:ffffffff

Alternativ dazu kann man auch folgende Datei downloaden und doppelklicken: Soundfonts.reg

Bei sehr großen Soundfonts sollte man zudem mit dem Creative SoundFont-Bank-Manager den Soundfont-Cache erhöhen (auf “MIDI-Geräte” klicken). Mit ihm können außerdem ganz gezielt bestimmte Instrumente eines Soundfonts geladen werden.

Wenn Sie eine PCI512, SBLive! oder Audigy Karte besitzen, müssen Sie AudioHQ verwenden, um den Soundfont-Cache zu erhöhen. Klicken Sie innerhalb von AudioHQ zweimal auf “SoundFont”, um den SoundFont Manager zu öffnen. Die Menge des Soundfont Caches erhöhen Sie, indem Sie oben auf “Optionen” klicken und dann den Schieberegler nach rechts ziehen. Für die Sound Blaster Live! Serie beträgt die maximal zulässige Größe eines Soundfonts jedoch 32MB. Trotz der Tatsache, dass der Schieberegler für den Soundfont Cache in AudioHQ - Soundfont die Hälfte des Arbeitsspeichers anzeigt.

Um Soundfonts selbst zu erstellen, kann man Vienna SoundFont Studio verwenden (es ist mit Ausnahme von sog. Bulk-Karten im Lieferumfang enthalten). Es eignet sich auch zum Editieren bereits vorhandener Soundfonts. Allerdings setzt es eine Soundkarte von Creative Labs voraus. Besitzt man eine andere Soundkarte, kann man stattdessen das Programm Viena verwenden.

MIDI-Songs lassen sich mit dem Programm Cubase SX 3 erstellen und editieren. Es eignet sich insbesondere auch dazu, sich einzelne Instrumente einer MIDI-Datei anzuhören. Dies ist von Vorteil, wenn man die Wirkung verschiedener Soundfonts miteinander vergleichen möchte.

Links:

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Letzte Aktualisierung am 11 August, 2015.